JUN
2026
Pflegeleichte Stauden und Gräser
Am 10.06.2026 berichtete Elisabeth Schmid im Treffpunkt Grün auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026 im Rahmen der „Garten aktuell“ Vortragsreihe über pflegeleichte Stauden und Gräser.
Damit Stauden und Gräser im Garten ihre Wirkung im Garten optimal entfalten können, müssen im Vorfeld die richtigen Bedingungen geschaffen werden. Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Bodenvorbereitung. Das bedeutet, dass in dem Bereich der Staudenpflanzung keine Wurzelunkräuter wie Quecke, Giersch, Ackerkratzdistel, Winden oder Ackerschachtelhalm vorhanden sein dürfen, denn diese können hinterher nicht mehr bekämpft werden. Außerdem ist bei schweren Böden (Böden mit hohem Ton- und Lehmanteil) zu empfehlen, dass im Vorfeld Sand und etwas Kompost eingearbeitet wird, damit die Pflanzen, die in der Gärtnerei gut versorgt angezogen werden, leichter anwachsen können. Deshalb ist auch eine leichte Grunddüngung mit Hornmehl zu empfehlen. Meist reicht dafür eine einmalige Gabe.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Pflanzenauswahl. Nicht alle Stauden und Gräser sind für jeden Standort geeignet: Geographische Lage, Schatten, Konkurrenz von Bäumen und Sträuchern und der Gartenboden spielen dabei eine wichtige Rolle. Vorgestellt wurden Pflanzen, die sich sowohl in einem Industriepark im Weinbauklima als auch in Privatgärten auf der Ostalb bewährt haben. Die Bandbreite der Beispiele reichte von bodendeckenden Stauden bis zu höheren Pflanzen und Gräser. Damit eine lange Blütezeit im Jahr erreicht wird, sind in der Zusammenstellung außerdem die Zwiebel- und Knollengewächse nötig, denn die Blühaspekte bei einer Staudenpflanzung ändern sich kontinuierlich im Verlauf des Jahres. Dazu wurden einige Beispiele gezeigt.
Der entscheidende Faktor für das Gelingen einer Pflanzung ist jedoch die Pflege. Sie ist nicht aufwändiger als bei einer gut gepflegten Rasenfläche, setzt aber Interesse für die Pflanzen voraus. Für jede Pflanze gilt es, die jeweils passende Pflege kennenzulernen. Für Stauden und Gräser, die überwiegend als Wiesenpflanzen vorkommen, ist der Schnitt eine wichtige Pflegemaßnahme. Ein rechtzeitiger Rückschnitt verhindert die Selbstaussaat vieler Pflanzen, fördert einen kräftigen Neuaustrieb und kann eine zweite Blüte anregen. Zudem trägt er dazu bei, die Anfälligkeit für Krankheiten zu verringern.
Die Verwendung von Stauden und Gräsern in Gärten ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität, denn lange oder gestaffelte Blütezeiten bieten Insekten über einen ausgedehnten Zeitraum hinweg Nahrung. Die Insekten wiederum dienen anderen Tieren als Nahrung, wodurch die Artenvielfalt gefördert wird.
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