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Garten aktuell

Gärten attraktiv gestalten

In der achten Veranstaltung der Vortragsreihe „Garten aktuell“ auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026 präsentierte Michael Kösling, Landschaftsarchitekt bei der Firma GODELMANN GmbH & Co. KG, Elemente zur Gestaltung attraktiver Gärten.

Ein Garten ist weit mehr als eine Ansammlung von Pflanzen, er ist ein Lebensraum, der bewusst gestaltet werden sollte. Wie sich Gärten in echte Erlebnisräume verwandeln lassen, zeigte ein Fachvortrag zur modernen Gartengestaltung von Michael Kösling, Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitekt bei der Firma GODELMANN GmbH & Co. KG. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis: Wer einen Garten erleben möchte, muss ihn als Raum verstehen und entsprechend planen.

Räume vermitteln Geborgenheit und Wohlbefinden. Damit sie entstehen, braucht es vertikale Gestaltungselemente wie Pergolen, Zäune oder Mauern. Ebenso entscheidend ist die Wegeführung: Während geradlinige Wege vor allem im Eingangsbereich Orientierung und Funktionalität bieten, sorgen geschwungene Wege für Spannung und Entdeckungsmomente. Sie lenken den Blick immer wieder auf neue Details und lassen den Garten abwechslungsreich erscheinen. Unterstützt wird dieser Effekt durch Geländemodellierungen sowie den gezielten Wechsel unterschiedlicher Materialien. Selbst schmale Schlauchgärten können so zu vielseitigen Erlebniswelten werden. Pergolen, niedrige Mauern und geschwungene Wege schaffen unterschiedliche Gartenräume mit jeweils eigener Atmosphäre. Das gleiche Prinzip gilt für weitläufige Grundstücke, kleine Winkel oder Hanggärten, die durch Terrassierungen immer wieder neue Perspektiven eröffnen. Auch Terrassen profitieren von einer durchdachten Raumgestaltung: Sichtschutzelemente verleihen der Terrasse Geborgenheit und schaffen einen geschützten Rückzugsort im Freien.

Bei der Gestaltung spielen zahlreiche Elemente zusammen. Erde als Modellierungsbaustoff kann als Wind-, Sicht- und Lärmschutz dienen oder Plateaus schaffen. Für Wege, Plätze und Mauern sollten möglichst regionaltypische Materialien verwendet werden, etwa Betonsteine in unterschiedlichen Farben und Oberflächen, Naturstein oder Klinker als Belagsflächen. Wasser bringt zusätzlich Leben und sorgt für eine angenehme, kühlende Wirkung. Ob Naturteich, Schwimmteich oder Brunnen, Voraussetzung ist stets eine fachgerechte Ausführung. Den abschließenden Charakter erhält der Garten durch die passende Pflanzenauswahl. Entscheidend sind die Standortansprüche der Pflanzen sowie die harmonische Kombination von Blüten, Blättern, Farben und Wuchsformen. Kontraste schaffen Spannung, während Wiederholungen für ein stimmiges und natürliches Gesamtbild sorgen.

Am Anfang jeder Gartenplanung steht die Wunschliste der künftigen Nutzer. Welche Funktionen soll der Garten erfüllen? Gewünscht werden häufig Spielflächen, schattige Terrassen, Outdoor-Küchen und -Wohnzimmer oder Geräteschuppen, Wasserflächen oder sogar Bereiche für den Anbau von Obst und Gemüse. Anschließend folgt eine sorgfältige Analyse der Gegebenheiten. Dazu gehören unter anderem Grundstücksgrenzen, Leitungen, vorhandene Bäume, Entwässerung, Geländeneigung, Bodenbeschaffenheit, Windrichtungen sowie unerwünschte Ausblicke oder entbehrliche Pflanzen. Diese Informationen werden zunächst in einer Konzeptskizze zusammengeführt. Darauf aufbauend entstehen Vorentwurf und schließlich der detaillierte Gartenentwurf. Dabei fließen auch aktuelle Entwicklungen wie Nachhaltigkeit, Recycling, moderne Technologien oder innovative Beleuchtungskonzepte ein. Anhand verschiedener Beispiele der Schaugärten vor Ort wurde gezeigt, wie sich diese Planungsprinzipien in der Praxis umsetzen lassen und aus jedem Garten ein individuell gestalteter Erlebnisraum entstehen kann.

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