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Garten aktuell

Einen Hausgarten entwerfen

Vierzehnte Veranstaltung der Vortragsreihe „Garten aktuell“ auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026 mit Larissa Apprich, Wörner Gartenbau GmbH, Hüttlingen, über die Grundlagen professioneller Gartengestaltung.

Eine gelungene Gartenplanung beginnt lange vor dem ersten Spatenstich. Welche Faktoren dabei entscheidend sind, erläuterte Gartenarchitektin Larissa Apprich, Wörner Gartenbau GmbH, Hüttlingen, am 02.09.2026 anhand eines anschaulichen Praxisbeispiels.

Zu Beginn jeder Gartenplanung steht eine umfassende Standortanalyse. Dabei werden unter anderem Grundstücksgröße, Bodenbeschaffenheit, Topografie sowie die vorhandene Umgebung mit ihrem Baumbestand und weiteren Grünstrukturen untersucht. Ebenso fließen Himmels- und Windrichtung, klimatische Bedingungen und die Blickbeziehungen zur Umgebung in die Planung ein.

Im nächsten Schritt stehen die Bedürfnisse der Nutzer im Mittelpunkt. Welche Funktionen soll der Garten erfüllen? Soll Platz für Gemüse-, Kräuter- oder Blumenbeete geschaffen werden? Werden Spielbereiche für Kinder, Rückzugsorte zur Erholung oder Flächen für Haustiere benötigt? Auch die Anzahl der Nutzer spielt bei der Planung eine wichtige Rolle. Ziel ist es, einen Garten zu gestalten, der optimal auf die individuellen Wünsche abgestimmt ist.

Daraufhin folgt die Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Hierzu zählen unter anderem Vorgaben aus dem Bebauungsplan, Bauvorschriften, Pflanzgebote sowie Regelungen des Nachbarschaftsrechts. Auch Themen wie Stellplätze, Mauern, Einfriedungen und die Entwässerung des Grundstücks müssen berücksichtigt werden.

Auf Grundlage aller gesammelten Informationen wird ein Vorentwurf entwickelt. Darin werden die verschiedenen Funktionsbereiche des Gartens festgelegt und durch eine logische Wegeführung miteinander verbunden. Haupt- und Nebenwege sollen dabei harmonisch, funktional und möglichst barrierefrei gestaltet werden. Anschließend erfolgt die räumliche Gliederung durch Hecken, Mauern, Zäune, offene Flächen, Geländemodellierungen und die passende Bepflanzung.

Erst danach beginnt die detaillierte Entwurfsplanung. Hier spielen grundlegende Gestaltungsprinzipien eine zentrale Rolle. Die Einheit des Gesamtkonzepts sorgt dafür, dass der Garten als harmonisches Ganzes wahrgenommen wird. Ausgewogene Proportionen gewährleisten, dass einzelne Bereiche genügend Raum erhalten. Wiederkehrende Formen, Farben und Pflanzen schaffen einen ruhigen Rhythmus, während gezielt eingesetzte Kontraste Spannung erzeugen. Die Balance zwischen Symmetrie und Asymmetrie trägt zusätzlich zu einer ausgewogenen Gestaltung bei. Besondere Blickfänge, etwa in Form von Skulpturen, markanten Gehölzen oder Wasserspielen, setzen schließlich individuelle Akzente.

Einen wesentlichen Einfluss auf die späteren Kosten hat die Auswahl der Materialien. Mauern, Beläge, Zäune, Pflanzen und Möblierungen bestimmen nicht nur das Budget, sondern auch den Charakter des Gartens. Je nach Material entstehen eher formale Gestaltungen mit klaren Linien oder naturnahe Konzepte mit weicheren Formen. Auch Farbkonzepte und die gesamte gestalterische Wirkung werden dadurch maßgeblich geprägt.

Zum Abschluss des Fachvortrags verdeutlichte Larissa Apprich die vorgestellten Planungs- und Gestaltungsgrundlagen anhand eines Beispielgartens. Dabei zeigte sie anschaulich, wie die zahlreichen Einflussfaktoren zu einem stimmigen und individuellen Gartenkonzept zusammengeführt werden können.

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